Spitalkapelle des Heiligen Kreuzes

Die im Raum hinter dem Garten des Ctibor-Hauses versteckte Kapelle wurde ursprünglich der Hl. Elisabeth, der Schutzheiligen der Armen und Kranken, geweiht. An die Kapelle schließt sich das Haus Nr. 285 an, wo früher das Stadtspital beherbergt wurde.

Die Stadt Tabor besaß diese Einrichtung schon seit dem mittelalterlichen Anfang ihrer Geschichte. Die älteste schriftliche Erwähnung über dieses Spital stammt aus den Jahren 1443 -1444. Das Spital diente nicht nur der Heilfürsorge, besonders für die Langzeitkranken, sondern es sorgte auch für alte und arme Stadtbewohner, die obdachlos waren. Nach den archeologischen Funden steht das Spital mit der Kapelle am Ort, wo sich in der vorhussitischen Zeit eine Grabstätte ausdehnte. Auf dem heutigen Spitalplatz gelang es, Zeugnisspuren von den letzten Tagen einiger Bewohner der vorhussitischen Stadt zu entdecken. Die Kapelle selbst wurde im Jahre 1718 aufgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg (im Jahre 1946) gelang es, die Kapelle zu renovieren und der Orthodoxen Kirche zur Verfügung zu stellen.

 
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